Die Schule am Pfälzer Weg im Bremer Stadtteil Osterholz Tenever liegt am Rande einer in den 1970er Jahren errichteten Hochhaussiedlung. Von den knapp 180 Schülerinnen und Schülern haben über 90 Prozent einen Migrationshintergrund, und deutlich mehr als die Hälfte lebt in prekären Verhältnissen.

In diesem schwierigen Umfeld gelingt es der Schule auf eine beispielgebende Weise, aus den dissonanten Einflüssen segregierter Sozialmilieus und risikobelasteter Sozialisationsbedingungen eine haltgebende, die familiären und häuslichen Lebenswelten stabilisierende, zurückstrahlende Schulkultur zu entwickeln. Mit großer Energie und Leidenschaft suchen die Lehrerinnen und Lehrer nach Wegen, die sozialen Teilhabechancen der Kinder und ihrer Eltern zu verbessern. Niemand soll in der Anonymität der hoch aufragenden Wohntürme verlorengehen.
Basierend auf einer selbstentwickelten Eingangsdiagnostik erhalten die Schülerinnen und Schüler in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen individualisierende Angebote in den Kernbereichen der Grundschulbildung. Diese werden ergänzt durch Erst- und Zweitsprachunterricht, durch psychomotorische Kompetenzförderung sowie durch vielfältige Gelegenheiten zur verantwortungsvollen Mitgestaltung. Herausragend ist das in langjähriger
Zusammenarbeit mit der benachbarten Kindertageseinrichtung und der Sekundarschule entwickelte »Übergangsmanagement«.
Mit der Auszeichnung der Schule am Pfälzer Weg, die bereits im Jahr 2006 eine Schulpreisnominierung erhielt, wird die pädagogische Entwicklungsarbeit, die konsequent und mit erkennbarem Qualitätsgewinn fortgesetzt wurde, gewürdigt.