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„Tuishi pamoja" (Swahili) - Wir wollen zusammen leben!

Eine Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz mit afrikanischer Musik, zu der man sich einfach bewegen muss.

Tuishi pamoja: Ein schwieriger Name für etwas, das wir alle kennen. Die süßesten Früchte wachsen immer im Garten der Nachbarn und wer glaubt, stets der Beste zu sein, den lehrt das Leben, dass Hochmut vor dem Fall kommt. Nicht nur die Kirschen in Nachbars Garten sind verboten, manchmal ist es auch der Umgang mit dem Fremden. Wir haben Angst vor Dingen, die wir nicht kennen. Um dies zu vermeiden, sind unbekannte Dinge oft einfach verboten. Davon handelt die Geschichte.

Mitten in Afrika leben eine Zebra- und eine Giraffenherde. Aber reden sie miteinander? Nein! Die Zebras denken sie wären die schönsten Tiere weit und breit und nur Streifen können gefallen. Und die Giraffen behaupten sie wären viel schlauer als all die anderen Tiere und die einzigen Helden der Welt.
Das Giraffenkind Raffi und das kleine Zebra Zea, sind sich nicht so sicher, dass das stimmt. Immer wieder versuchen sie heimlich etwas über die andere Herde herauszufinden. Aber dann gibt es einen Angriff von Löwen, bei dem Zea und Raffi ihre Herden verlieren. Ob sie sich alleine in der gefährlichen Savanne zurecht finden? Ob sie sich gegenseitig helfen, obwohl Zebras und Giraffen eigentlich nicht miteinander sprechen?

Das Musical

Vier Monate lang verlangte das Einstudieren des Musicals „Tuishi pamoja" den beteiligten Kindern der Grundschule am Pfälzer Weg und der Trommelgruppe des Horts viel Engagement ab, bis es endlich zur Aufführung kommen konnte. Das Musicalprojekt beinhaltete das Erlernen der Texte und Melodien, die schauspielerische Darstellung, die Gestaltung des Bühnenbildes und die Zusammenarbeit verschiedener Kindergruppen. Außer der Musical–AG (Kinder aus den zweiten bis vierten Klassen) und der Trommelgruppe (Kinder aus den ersten bis vierten Klassen) und vier behinderten Kindern waren eine vierte Klasse und ein Chor beteiligt.
Sie alle erfuhren in den vielen Probenzeiten eine unmittelbare Begegnung mit und einen direkten Zugang zu elementaren kulturellen und künstlerischen Aufgabengebieten. Die Kinder konnten sich in unterschiedlicher Weise Theater spielend, singend, instrumental, rhythmisch & tänzerisch sowie kreativ gestaltend einbringen. Ihnen erschloss sich die große Bandbreite des ästhetisch – künstlerischen Bereichs, verbunden mit der Stärkung ihres Selbstvertrauens, des sprachlichen Ausdrucksvermögens und ihrer darstellerischen Fähigkeiten.

Wir wollen miteinander leben!

In diesem Theaterstück erleben die Kinder, dass „anders sein" eine Bereicherung ist und dass es darum geht, sich zu akzeptieren und zu tolerieren. Ethnische, kulturelle und menschliche Verschiedenheiten sind den Kindern aus dem Alltag in ihrem sozialen Umfeld vertraut. Über den Inhalt des Stücks erfuhren sie Bestätigung darin, dass Verschieden sein nicht daran hindert, miteinander zu leben und zu lernen. Die Kinder erlebten am Beispiel der Giraffen und Zebras, dass Freundschaft für das eigene Leben elementar und wichtig ist. Denn: „erst mit Freunden wird das Leben zu einem Hit!" Im Schauspiel bewiesen die Kinder eindrucksvoll, dass man, wenn man fest zusammensteht, Großes gemeinsam erreichen kann.

„Tuishi pamoja", die Geschichte einer Freundschaft in der Savanne wurde vier Mal aufgeführt. Zwei Vorstellungen fanden für die Kinder aus Kindergärten und Schulen in Osterholz statt, dabei wurden ca. 500 Kinder erreicht. Eine Aufführung galt dem Stadtteil und eine Aufführung den Eltern, Freunden sowie Helfern der Schule.