Die notenfreie, jahrgangsübergeifende Grundschule in  Bremen Tenever

  Alles was Sie über die Schule am Pfälzer Weg wissen müssen - kurz und übersichtlich.

  Adresse

  Schule am Pfälzer Weg
  Koblenzer Straße 10
  28325 Bremen
  Tel. 0421 / 361 3244
  Fax: 0421 361 15298
  Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  Schulleitung

  Beatrix Harnisch-Soller, Kirsten Schmieding, Stefanie Wolters

  Schülerinnen und Schüler: 160
  Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter: 25

  Jahrgangsübergreifendes Lernen seit:
  1993 am Schulanfang
  2006 in der Stufe 3/4    

        

  Wichtige Hinweise zu Hospitationen und studienbegleitenden Arbeiten

  Sie möchten unseren Schulalltag kennenlernen? Bitte nehmen Sie bei Anfragen zu Hospitationsmöglichkeiten an unserer Schule frühzeitig Kontakt mit uns per Mail

  auf. Eine Hospitation dauert in der Regel von 8.00 bis 12.00 Uhr und beinhaltet eine Unterrichtshospitation und ein anschließendes Gespräch mit Vorstellung des

  Schulkonzeptes. Hierbei kann ein thematischer Schwerpunkt nach ihren Interessen gesetzt werden (z.B. JÜL, Inklusion). Für die Hospitation entsteht ein  

  Unkostenbeitrag von 10 Euro.

  Sie planen eine Semesterarbeit und möchten an unserer Schule dazu Daten erheben? Bitte nehmen sie hierzu mindestens 3 Monate vorher Kontakt

  per Mail zu uns auf.

 

 Die Schule am Pfälzer Weg - Ausgangsbedingungen, Hintergrund und Leitmotiv

  Die Schule am Pfälzer Weg hat sich den Bedingungen ihres Standorts gestellt und daraus Konsequenzen für die Schulorganisation, die Unterrichtsgestaltung und die 

  Elternarbeit gezogen. Bedingungen des Standorts sind u. a., dass

  • ein großer Teil der Kinder unter den Bedingungen von Armut aufwächst,

  • ein großer Teil der Kinder am Schulanfang nicht die allgemein angenommenen Voraussetzungen zum Arbeiten und Lernen mitbringt,

  • ein großer Teil der Kinder Deutsch nicht als Muttersprache hat und  in der ersten Fremdsprache alphabetisiert werden muss,

  • ein Teil der Eltern die Kinder im schulischen Lernen nur begrenzt unterstützen kann.

  Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jedoch davon überzeugt, dass die Schülerinnen und Schüler – wenn es gelingt, ihnen stabile Grundlagen für das Lernen zu  

  vermitteln – gute Chancen für ihren Bildungsweg erwerben können. Es gilt dabei, ihre Stärken zu nutzen und auf ihre besonderen Probleme individuell zu reagieren.

  Diese Haltung spiegelt das Leitmotiv der Schule wieder:

  Jedes Kind ist einzigartig.

  Gemeinsam schaffen wir bedeutsame Lernumgebungen, denn Lebensvielfalt macht Schule.

 Vielfalt annehmen und anerkennen

  • Verschiedenheit wird entsprechend dem Leitmotiv als Vielfalt betrachtet und anerkannt.

  • Die Lernausgangslage eines jeden Kindes wird als Basis für sein Lernen erfasst.

  • Die Lernfortschritte im Schriftspracherwerb werden durch schuleigene Verfahren ermittelt.

  • Die individuelle Weiterentwicklung von Kenntnissen und Fähigkeiten zählt,
    nicht der Vergleich mit einer allgemeinen Norm.

  • Es gibt keine Notenzeugnisse.

  • Elternarbeit: Die Schule arbeitet an einem Projekt über das Eltern und Schule mehr Austauschmöglichkeiten erhalten: KESCH Kinder - Eltern – Schule im Dialog

 Organisationsmodell der Schule

  Die Kinder kommen aus altersgemischten Gruppen aus den Kindergärten. In den jahrgangsübergreifenden  Lerngruppen 1/2 und 3/4 wird das Lernen in 

  altersgemischten Gruppen fortgesetzt. Jeweils eine Lerngruppe 1/2 und 3/4 bilden eine organisatorische Einheit. Es entsteht über diesen Weg mehr Kontinuität für die

  Kinder und die Zusammenarbeit der pädagogischen Teams. Regeln, Rituale sowie Lernformen können weitergeführt werden.(siehe auch ->Schule->

  Lerngruppen->Organisation der Lerngruppen)

 Unterricht und Lernen

  • offene Unterrichtsformen, altersgemischtes Lernen, ganztägiges Lernen

  • Ritualisierte Zeitstrukturen statt 45-Minuten Unterricht

  • selbstständiges Arbeiten mit individualisierenden Lernmaterialien

  • Partnerarbeit: Große helfen Kleinen

  • projektbezogene Arbeit

  • Handlungsorientierung

  • Gelegenheiten zur Kommunikation (auch außerhalb der Pausen) durch entsprechende Arbeitsformen

  • Erweiterung der sozialen Kompetenzen durch den Umgang mit älteren und jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern

  • Rituale als Hilfen bei der Gemeinschaftsentwicklung

 Partizipation der Kinder / Verantwortung übernehmen lernen

  • Gemeinsame Gestaltung von Ausstellungen auf den Fluren und in der Aula

  • ältere Partner übernehmen Verantwortung für jüngere Kinder

  • gemeinsam erlebte Verantwortung in der Lerngruppenkonferenz

  • Verantwortung für die Schulgemeinschaft über die Kinderkonferenz

 Gesundheit

  • Die Schule hat ein Sportprofil:

Schwimmunterricht zusätzlich in Jahrgangsstufe 4, Wassergewöhnung in Jahrgangsstufe 2,

zusätzliche Sportstunden in den Lerngruppen 3/4,

verschiedene Sport- und Bewegungsangebote als AG's

  • Vitaminpause- Obst und Gemüsehappen - Gesundes Frühstück für Alle

  • Zahngesundheitsprojekt

 Lesen

  • jeden Tag nach der 1.Hofpause findet in allen Lerngruppen die tägliche Lesezeit statt

  • über die Freiwilligenagentur kommen im Rahmen des LeseZeit-Projektes regelmäßig Lesehelfer in die Schule, um mit Kindern zu lesen und lesefördernde Angebote zu machen

  • die Lerngruppen besuchen regelmäßig die Stadtbibliothek Osterholz

  • es gibt einen Leseclub für die Klassen 1/2 und 3/4

  • in den Lerngruppen 3/4 führen die Kinder einen Lesepass und arbeiten mit dem Antolinprogramm

  • es gibt weitere Angebote, die die Lust am Lesen fördern (z.B. Flurlesen, Vorlesetag, Teilnahme am Vorlesewettbewerb)

 Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen

  • Öffnung der Schule zum Stadtteil, zum Elementarbereich

  • Einbeziehen des Schulärztlichen Dienstes

  • Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziale Dienste

  • Zusammenarbeit mit den Schulen im Stadtteil

  • Kooperation mit dem FitPoint (Sportinitiative) und dem Sportverein

 Kooperation mit der Oberschule - Schulen im Reformprozess

  Seit 2008 arbeitet die Schule am Pfälzer Weg im Rahmen des Projekts „Schulen im Reformprozess“ eng mit der Oberschule Koblenzer Straße zusammen. Dabei 

  geht es um pädagogische und organisatorische Fragen bezogen auf den Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe. Die beiden Schulen haben außerdem

  in Kooperation mit der Senatorin für Bildung, der Universität Bremen und der Karg-Stiftung gemeinsam das Projekt „Hochbegabung inklusiv“ über drei Jahre

  durchgeführt, um Kinder mit unterschiedlichen Begabungen gezielter zu fördern. Über das Anschlussprojekt "Forschendes Lernen" mit Christina Kalvert wurde das

  forschende Lernen an beiden Standorten installiert.

 Kooperation mit dem Kinder- und Familienzentrum Regenbogenhaus und der St. Petri Kinder- und Jugendhilfe

  Die Grundschule am Pfälzer Weg arbeitet in einem Gebäudekomplex zusammen mit dem Kinder- und Familienzentrum Regenbogenhaus. Dadurch wird für viele

  Schulanfänger ein günstiger Übergang vom Kindergarten in die Schule geschaffen. Kindergarten und Schule verfügen über eine gemeinsame Küche, in der das 

  Mittagessen für für beide Einrichtungen zubereitet wird.

  Seit Beginn des Schuljahres 2014/15 ist die Schule am Pfälzer Weg gebundene Ganztagsschule. Das Ganztagsangebot wird in Kooperation mit der St. Petri Kinder-

  und Jugendhilfe gestaltet. An drei Tagen in der Woche bleiben alle Kinder bis 16.00 Uhr in der Schule, der Unterricht findet im Wechsel mit Entspannungszeiten auch

  am Nachmittag statt. An zwei Tagen folgt nach dem Unterricht von 14.00 bis 16.00 Uhr ein Betreuungsangebot. Dieses Betreuungsangebot können die Eltern

  kostenfrei wählen. Innerhalb der Betreuungszeit werden u.a. Arbeitsgemeinschaften im Sport, Lesegruppen und Musik angeboten. Es gibt darüberhinaus eine

  Spätbetreuung bis 17.00 Uhr und eine Frühbetreuung vor Unterrichtsbeginn. Über die St. Petri Kinder- und Jugendhilfe betreuen sozialpädagogische Fachkräfte 10

  Kinder im Rahmen von IHTE- Maßnahmen.

 Fördern und Fordern

  • Die Grundschule Pfälzer Weg ist ein Zentrum für unterstützende Pädagogik. Sonderpädagogische Förderung und Unterstützung wird inklusiv geleistet. Dabei sind Kinder mit Unterstützungsbedarf genauso im Blick wie Kinder mit besonderen Begabungen.

  • Neben der in den Unterricht integrierten Sprachförderung gibt es für alle Lerngruppen Zusatzstunden für DaZ -Förderung (Deutsch als Zweitsprache).

  • Es gibt den Bremer Lese-Intensiv-Kurs ( 4 Kurse pro Schuljahr für Kinder des Standortes)

  • Einmal in der Woche wird am Nachmittag in der Schule ein LRS-Förderkurs für Kinder aus den Schulen Andernacher Straße. Ellenerbrokweg, Osterholz, Uphuser Straße und Pfälzer Weg durchgeführt.

  In der Schule finden über den Paritätischen Wohlfahrtsverband an vier Tagen in der Woche Integrationskurse statt, an zwei Tagen ein Deutschkurs für Mütter „Mama 

  lernt Deutsch“ und an zwei Tagen ein Alphabetisierungskurs.